E-Rechnung

Alle Amazon-Rechnungen auf einmal herunterladen

6. November 20265 Min.

Was Amazon selbst anbietet

Wer auf amazon.de für sein Unternehmen einkauft, braucht für jede Bestellung den Beleg: für die Umsatzsteuer-Voranmeldung, die EÜR oder den Jahresabschluss. Amazon stellt die Rechnung pro Bestellung bereit. In „Meine Bestellungen“ öffnen Sie die Bestellung, klicken auf „Rechnung“ und speichern das PDF. Bei 10 Bestellungen ist das in Ordnung, bei 200 im Jahr nicht.

Einen Sammel-Download gibt es, aber nicht für jeden. Laut Amazon-Hilfe können Amazon-Business-Kunden mit Business-Rechnungskonto (Business Credit Account) unter „Your invoices“ Rechnungen markieren und gebündelt laden, für die letzten 5 Jahre, in ZIP-Dateien zu je 2.000 Dokumenten. Für ein normales amazon.de-Konto beschreibt Amazon keinen solchen Weg; dort bleibt die Rechnung pro Bestellung.

Stand: November 2026. Quellen am Ende des Artikels.

Warum die Einzelrechnung Arbeit macht

  • Jede Bestellung einzeln: öffnen, Rechnung suchen, speichern, umbenennen. Am Quartalsende summiert sich das.
  • Marketplace-Händler: Bei Bestellungen über einen Drittanbieter stellt der Händler die Rechnung aus. Hat er keine hinterlegt, gibt es auf Amazon kein PDF, nur eine Anfrage beim Händler.
  • Lücken fallen spät auf: Fehlt ein Beleg, merkt man es oft erst, wenn der Steuerberater nachfragt.

Der Weg für normale Konten: alle Rechnungen eines Zeitraums als ZIP

Für genau diesen Fall haben wir bei Solytics InvoiceGrab gebaut, eine Erweiterung für Chrome. Sie läuft in Ihrem Browser mit Ihrer bestehenden Amazon-Anmeldung: keine Zugangsdaten, kein Upload, kein Server.

  1. InvoiceGrab-Symbol anklicken. Die Bestellseite von amazon.de öffnet sich mit dem InvoiceGrab-Panel.
  2. Zeitraum wählen, etwa „2025“ oder ein Quartal.
  3. „Rechnungen als ZIP laden“ klicken. Der Fortschritt läuft im Panel mit.
  4. Das ZIP landet in Ihren Downloads.

Im ZIP liegt:

  • jedes Rechnungs-PDF, benannt nach dem Schema JJJJ-MM-TT_Bestellnr_Betrag.pdf, sortierbar und eindeutig;
  • eine index.csv mit Belegdatum, Belegnummer, Netto, USt-Betrag, USt-Satz, Brutto, Währung und Dateiname. Die Beträge kommen aus der Rechnung selbst; gemischte Steuersätze (19 % und 7 %) stehen als eine Zeile je Satz da, nie geschätzt;
  • eine zusammenfassung.txt, die pro Monat Bestellungen und Rechnungen zählt und Monate ohne Beleg sowie übersprungene Bestellungen nennt.

InvoiceGrab im Chrome Web Store

Was InvoiceGrab nicht kann

  • Es unterstützt nur amazon.de, nicht amazon.com oder andere Marktplätze.
  • Es fordert keine fehlenden Rechnungen bei Marketplace-Händlern an. Bestellungen ohne PDF werden übersprungen und in der Zusammenfassung genannt.
  • Es ersetzt nicht den Sammelabruf von Amazon Business. Wer ein Business-Rechnungskonto hat, nutzt besser den Weg von Amazon.

Kostenlos sind 5 Rechnungen pro Lauf, dauerhaft. Die Pro-Version lädt unbegrenzt viele und kostet 19 € im Jahr.

Amazon-Belege an DATEV oder den Steuerberater geben

Die index.csv trennt die Felder mit Semikolon und lässt sich in Excel oder LibreOffice öffnen, nach Monat filtern und dem Steuerberater mitschicken. Die PDFs laden Sie wie andere Belege hoch, in DATEV etwa über DATEV Upload online. Welche Upload-Wege DATEV für welches Format vorsieht, steht in unserem Artikel zu DATEV und der E-Rechnung.

Quellen

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